frauen* in bunt
Feministischer Beirat in Bonn

Warum wollen wir einen feministischen Beirat?

Ein feministischer Beirat will den Stadtrat dabei unterstützen, Schritt für Schritt ein (geschlechter)gerechtes, solidarisches, sozial, ökonomisch und ökologisch nachhaltiges Gemeinwesen zu entwickeln.

Was kann ein feministischer Beirat bewirken?

Ein feministischer Beirat kann die Stadtpolitik inhaltlich verändern:
► ► Bonn für Frauen* 1 und für alle Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen diskriminiert werden, lebenswerter machen.
► ► Eine feministische Stadtpolitik entwickeln, die auf gleiche Rechte und gleiche Möglichkeiten für alle Menschen hinarbeitet und gesellschaftliche Vielfalt im Stadtbild verdeutlicht.

Ein feministischer Beirat kann strukturell Teilhabe und Mitwirkungsmöglichkeiten verändern:

► ► Frauen* und anderen diskriminierten Menschen die Teilhabe an städtischen Ent- scheidungen ermöglichen und sie dazu ermutigen.
► ► Feministische Strukturen und ihre Vernetzung stärken.
► ► Die vielfältigen Lebenslagen von Frauen* sichtbar machen. Unterschiedlichen Diskriminierungen im Kontext von Rassismus, sozialer Herkunft, Kultur, Religion, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Alter, Staatsangehörigkeit, gesellschaftlicher Position oder eines Lebens mit Behinderung entgegenwirken. Darin begründete Ausschlüsse aus dem städtischen, wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Leben abbauen.

Ein Minimalziel wäre die Umsetzung der feministischen und gleichstellungspolitischen Agenda des aktuellen Koalitionsvertrags, insbesondere

► ► Gender Budgeting
► ► Erstellung und Umsetzung eines Gleichstellungsaktionsplans unter aktiver Einbeziehung der städtischen Zivilgesellschaft. Der Gleichstellungsaktionsplan sollte sich nicht nur auf die Stadtverwaltung selbst beziehen, sondern darüber hinaus konkrete Handlungsansätze für die Stadtgesellschaft beinhalten.

Was heißt das konkret?

Denkbar wären beispielsweise – bezogen auf die Kapitel 3, 5, 9 und 15 des Koalitionsvertrags – folgende Maßnahmen:

► ► Entprivatisierung von Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge
► ► geschlechtergerechte Umverteilung und angemessene Bezahlung gesellschaftlich
wichtiger Arbeit (Gesundheit, Pflege, Erziehung, Kinderbetreuung)
► ► Einführung eines kostenlosen öffentlichen Nahverkehrs
► ► wirtschaftliche Stärkung und Gleichstellung von Frauen*, verbindliche Mitwirkung von städtischen Frauen*initiativen bei der Erstellung der kommunalen Haushalte (Gender Budgeting) und die Förderung modellhafter Wirtschaftsansätze.

Wer könnte dabei sein?

► ► Alle Ebenen: Zivilgesellschaft, Stadtrat, Netzwerk Bonner Ratsfrauen, Gleichstellungsbeauftragte, Stadtverwaltung, Wirtschaft, Expert:innen
► ► Divers: Zum Beispiel Migrant:innen, BIPOC, junge und alte Frauen*, Alleinerziehende, Frauen* mit und ohne Kinder, Frauen* mit Behinderungen, Queere, Unternehmer:innen, Care-Arbeiter:innen, LGBTIQA+, Frauen* aus unterschiedlichen Religionszusammenhängen, Frauen* aus den Bürgervereinen.
► ► Alle feministischen Initiativen / Netzwerke, die mitmachen wollen.

Welche Strukturen sind für einen feministischen Beirat denkbar?

Vorstellbar sind unterschiedliche Strukturmodelle. Wir können Ideen innerhalb einer großen Bandbreite zwischen Autonomie und Einbindung in städtische Entscheidungsstrukturen diskutieren. In Frage kämen beispielsweise:

► ► Ein autonomer zivilgesellschaftlicher Zusammenschluss als Gegenüber für den Stadtrat und die Verwaltung?
► ► Eine in die städtische Politik/Verwaltung integrierte Stadtarbeitsgemeinschaft?
► ► Ein gemischtes Gremium aus Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft? (Beirat im Sinne der Struktur der Stadt)
► ► Ein Gleichstellungsstellungsausschuss?

Bei Interesse und Fragen wenden Sie sich bitte an frauenbeirat@fraueninbunt.de.

Eckpunkte Flyer PDF

1 Das Sternchen* kennzeichnet den Begriff „Frauen“ als soziales Konstrukt, unabhängig vom biologischen Geschlecht. Wir verstehen Frauen* als politisches Subjek


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